In Zusammenarbeit mit:

Forschungsinstitut für Nutztierbiologie (FBN)

Futterlaub aus Agroforstsystemen  

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Ziegen in Agroforstsystem
Ziegen in Agroforstsystem © Martin Matej

Text: JANOS WACK & ISABEL HABERKORN

Im neuen Projekt „FuLaWi“ entwickeln Forschende zusammen mit Praxispartnern Konzepte für die Nutzung von Laub aus Agroforstsystemen. Ziel ist es, eine ganzjährige, artgerechte Ernährung für kleine Wiederkäuer wie Schafe und Ziegen zu ermöglichen. Dabei sollen Verdaulichkeit und Mineralstoffversorgung verbessert sowie Methanemissionen reduziert werden. FuLaWi stellt somit einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger Tierernährung und Agroforstwirtschaft dar und verdeutlicht die Chancen einer ausgewogenen Symbiose zwischen Landwirtschaft und Klimaschutz.

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Das Projekt mit dem vollen Titel „Nutzungs- und Konservierungsverfahren für Futterlaub aus Agroforstsystemen zur Verbesserung der Nährstoffversorgung und Reduktion von Methanemissionen bei kleinen Wiederkäuern” (FuLaWi) will eine nachhaltige Ernährung von Tieren im Einklang mit Umwelt- und Klima fördern. Die Agroforstwirtschaft bietet durch ihre multifunktionalen positiven Wirkungen auf die Agrarökosysteme dafür ein großes Potenzial. Sie trägt zur Steigerung der Biodiversität bei, ermöglicht eine Anpassung an den Klimawandel und leistet gleichzeitig aktiven Klimaschutz.

Praxisnahe Forschung in landwirtschaftlichen Betrieben

FuLaWi konzentriert sich dabei nicht nur auf Weidehaltung in Agroforstsystemen: es werden im Projekt innovative Ernte- und Konservierungsverfahren für Laubfutter entwickelt, mit dem Ziel, die Verdaulichkeit und Mineralstoffversorgung der Tiere zu verbessern sowie Methanemissionen zu reduzieren. Um die Lösungen wirklich praxisnah zu gestalten, werden neben Labor- und Fütterungsversuchen auch reale Agroforstsysteme auf landwirtschaftlichen Betrieben angelegt. Zudem werden neben den empirischen Daten auch betriebswirtschaftliche Daten erhoben und analysiert. Das Ziel sind Ergebnisse, die den nachhaltigen Mehrwert der Agroforstwirtschaft erweitern.

Das Forschungsinstitut für Nutztierbiologie Dummerstorf (FBN) führt im Projekt unter anderem Fütterungsversuche mit verschiedenen Pappel- und Weidearten durch und untersucht dabei die Verdaulichkeit, die Methanemissionen sowie den Mineralstoffhaushalt der Tiere. Um optimale Ergebnisse zu erzielen, wird die jeweilige Nahrungszusammensetzung für Schafe und Ziegen variiert. Besondere Aufmerksamkeit gilt den tragenden und laktierenden Tieren, bei denen Calcium- und Selenversorgung sowie antioxidativer Stress erforscht werden.

Das Projekt FuLaWi läuft bis 2026 und wird neben dem FBN von der Georg-August-Universität Göttingen, der Lignovis Hamburg und dem Triebwerk aus Meißner durchgeführt. Die Förderung stammt von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

Weiterführende Informationen

Webseite des FuLaWi-Projektes

 

Institution: Forschungsinstitut für Nutztierbiologie (FBN)
Ansprechpartner/in: Dr. Björn Kuhla (Forschungsinstitut für Nutztierbiologie (FBN))

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